Bürgermeister Information

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger von Krottendorf-Gaisfeld

Ich hatte die große Ehre wieder vom Bezirkshauptmann Hofrat Mag. Hannes Peissl als Bürgermeister angelobt zu werden. Mit großer Freude wurde ich vom Gemeinderat einstimmig zum Bürgermeister gewählt.

Es ist eine Amtszeit mit Verantwortung, Verpflichtung und Vertrauen welche ich bisher ausüben durfte und dieser Akt wurde mit der Angelobung verlängert.

Mit Stolz und Würde ohne Überheblichkeit, trage ich diese mir erneut anvertraute und auferlegte Verantwortung für unserer Bevölkerung, nicht nur im Gemeindeamt, sondern auch in meiner Bürgermeisterfunktion, als Vorstandsmitglied beim Wasserverband, beim Abwasserverband sowie im Prüfungsausschuss beim Abfallwirtschaftsverband und Sozialhilfeverband.

Die Tätigkeit als Bürgermeister ist fordernd und eine absolute Vertrauensposition, wo ich versuche zu helfen oder zumindest einzuwirken oder Hilfestellung anbiete. Natürlich kommen die Mitbürger in die Sprechstunde und erwarten sich eine Hilfestellung, die oft nur zum Teil entsprochen werden kann und es kommt schon vor, dass nicht jeder Wunsch erfüllt werden kann.

Meine Grundsätze sind Gleichbehandlung, Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und Bürgerfreundlichkeit und jedes Handeln muss zum Wohle unserer Gemeinde und unserer Mitmenschen ausgerichtet sein.

Meinen Einsatz und meine Kraft werde ich wie in der Vergangenheit dort einsetzen, wo Mitmenschen schuldlos in die Hilfsbedürftigkeit gerutscht sind.

Ich sehe mich wie bisher als Geschäftsführer des Betriebes Gemeinde und als Betriebsrat der Gemeinde beides habe ich in meinem Berufsleben gelebt.

Eine große Herausforderung wird uns alle beschäftigen, die Geldknappheit hat uns schon einen Teil unserer Geldreserven aufgesaugt, Einbußen an Ertragsanteilen und Steuereinnahmen werden es nur heuer, in Summe € 600.000,-- sein. Die Folgejahre sind noch abzuwarten. Die Zahlungsverpflichtungen der Gemeinde an die Verbände laufen weiter, so als ob es diese Pandemie nicht geben würde. Trotz allem haben wir als Gemeinde unsere Aufgaben zu erfüllen.

Derzeit arbeiten wir am Hochwasserschutz Krottendorf der schon 45 Jahre betrieben wird und Unmengen an Schilling und Euro an Planungskosten verschlungen hat. Die Richtung eines zweigruppigen Kindergartens und die Vorbereitung für die Realisierung für die Errichtung eines Wohnkomplexes durch die Siedlungsgenossenschaft für unsere älteren Gemeindebürgerinnen und Bürger sind in Planung. Die Ortsraumgestaltung in Krottendorf ist mit der TU-Graz in Planung, erste Besprechungen haben stattgefunden und werden weiter vorangetrieben, sowie die Einführung von Straßenbezeichnungen ist in einer wachsenden Gemeinde eine Notwendigkeit und muss ebenso in Angriff genommen werden. Der Ausbau vom Breitband ist gemeindeübergreifend in Planung. Die Entwässerung für den Ort Krottendorf muss durchgesetzt werden. Das Rückhaltebecken Mitterweggerinne wird wieder aufgegriffen und muss in seiner Planung ergänzt und der Bau ausgeführt werden.

Ebenso der Hochwasserschutz Haindlergraben, wo nach endgültiger Vorlage des Planes noch eine Grundstücksverhandlung durchzuführen ist. Das Eidexbergbacherl wurde durch die letzten Hochwasserschäden zur Verbauung neu bei der Wildbach und Lawinenverbauung gemeldet. Der Hochwasserschutz für unsere Gemeindebürger hat höchste Priorität, wie die Vergangenheit in den letzten Wochen gezeigt hat.

Eines wird sich sicher ändern, der gewohnte und verwöhnte Kassastand unserer Gemeinde wird sich künftig in einen saftigen Schuldenstand verwandeln. Von Bundes- und Landesregierung wurde uns als Sofortmaßnahme im Zusammenhang mit Corona ein Betrag von rund € 500.000,-- für die Wirtschaftsbelebung zur Verfügung gestellt.

Wir werden auch versuchen das durch die Covid19 eingeführte kommunale Investitionsprogramm des Bundes mit einer 50%igen Kostenübernahme zu beantragen und soweit wie möglich auszuschöpfen. Es wird mit Sicherheit eine spannende Zeit.

Eine große Stütze sind wohl unsere Gemeindebediensteten, egal ob in der Gemeindestube, am Bauhof, im Kindergarten oder in der Schule. Sie alle sind auch die erste Anlaufstation der Gemeindebevölkerung.

Sie haben alle nur das eine Pech, dass sie sich ihren Chef nicht selbst aussuchen können.

Ihr Bürgermeister
Johann Feichter